Zornesfalte

Einstiegsmodul: die Zornesfalte zulassungskonform behandeln – mit vollständiger Muskelanalyse am Live-Fall.

Dieses Einstiegsmodul ist kostenfrei

Zwei Wege – Sie entscheiden. Für beide brauchen Sie ein Konto.

Kostenfrei mit Newsletter

Sie melden sich zum EXELERA-Newsletter an. Jederzeit widerrufbar.

Anmelden und Kurs freischalten

Ohne Newsletter kaufen

Einmalzahlung, dauerhafter Zugang, keine Newsletter-Anmeldung.

Ohne Newsletter für 99,00 € kaufen

Über diesen Kurs

Der Einstieg: Zornesfalte korrekt behandeln

Anatomie und Indikation

Die Zornesfalte – die steile Linie zwischen den Augenbrauen – entsteht durch kritischen Blick und konzentriertes Arbeiten. Bei manchen Patient:innen ist sie mit der Zeit nicht nur unter Mimik sichtbar, sondern auch in Ruhe, weil sich Haut und Bindegewebe zu einer statischen Falte geformt haben. Beteiligt sind hauptsächlich drei Muskeln: der Musculus procerus, der vom Os nasale zum Os frontale verläuft, und die beiden Musculi corrugatores supercilii.

Individuelles Kontraktionsmuster

Entscheidend ist die Erkenntnis, dass jede Patientin und jeder Patient ein eigenes Kontraktionsmuster zeigt. Ein Schema aus einer Abbildung lässt sich nicht per Copy-and-paste übertragen. Die Analyse beginnt daher mit kräftiger Mimik und dem Anzeichnen des seitlichen Randes der Hautbewegung – also bis wohin der Muskelzug die Haut passiv mitbewegt.

Warum die laterale Grenze zählt

Wird der Corrugator nur medial entspannt, kann lateral eine Restaktivität bleiben – es kann bei Anspannung am seitlichen Rand des Corrugator-Verlaufs bei Kontraktion kleine vertikale oder schräge Falten entstehen, die als unschön empfunden werden. Der laterale Punkt wird deshalb sorgfältig positioniert

Injektionstiefe und Nadelführung

Der Procerus entspringt tief liegend am os nasale; injiziert wird annähernd senkrecht Richtung Knochen. Am Corrugator wird flacher gearbeitet, weil er nach lateral oberflächlicher in die Haut ausstrahlt, während er medial tiefer entspringt. Die Punkte dürfen nicht zu weit cranial liegen: Ausstrahlende Fasern des Musculus frontalis halten die Augenbraue durch Elevation in Position – werden sie mitgeschwächt, entsteht ein Tieferstand der Braue und ein müder Blick. Am lateralen Corrugator wird zudem eine steile Nadelführung vermieden, um eine Diffusion in Richtung Orbita und damit das theoretische Risiko einer Lidheberschwäche zu vermeiden.

Behandlungsablauf

Nach der Analyse werden die Punkte eingezeichnet und anschließend injiziert – Procerus tief zum Knochen, die Corrugatoren jeweils zwischen Zeige- und Mittelfinger gefasst, mit angepasstem Winkel und angepasster Nadeltiefe, langsam injiziert.

Einordnung

Eine isolierte Zornesfaltenbehandlung ist im Praxisalltag selten; die weiteren Indikationen ergänzen das Ergebnis. Die korrekte Positionierung der Punkte ist der entscheidende Schlüssel zum ästhetisch zufriedenstellenden Ergebnis und wird im Hands-on-Workshop an Modellen geübt.

Lernziele

Nach diesem Modul können Sie:

  • die drei beteiligten Muskeln benennen: Musculus procerus und die beiden Musculi corrugatores supercilii
  • den Verlauf des Procerus vom Os nasale zu Os frontale und in die Haut beschreiben
  • das individuelle Kontraktionsmuster analysieren und die laterale Grenze der Hautbewegung anzeichnen
  • begründen, warum eine rein mediale Entspannung des Corrugators Restfalten erzeugen kann
  • den lateralen Corrugator-Punkt 2–3 mm seitlich der sichtbaren Zuggrenze setzen
  • die Injektionswinkel zwischen Procerus (annähernd senkrecht, tief) und Corrugator (flacher, nach lateral oberflächlicher) unterscheiden
  • begründen, warum die Punkte nicht zu kranial liegen dürfen (Fasern des Musculus frontalis, Brauentiefstand)
  • die Vermeidung einer steilen Nadelführung am lateralen Corrugator mit dem theoretischen Risiko einer Lidheberschwäche begründen
  • die Dosierung zulassungskonform einordnen

Fachkreisinformation gemäß § 10 HWG – ausschließlich für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal.